Kangerlussuaq, Grönland

Die Siedlung Kangerlussuaq mit knapp über 500 Bewohnern hat eine günstige Lage. Sie befindet sich am Ende eines 170 km langen Fjords auf einer Schwemmlandebene, wo die US-amerikanische Armee während des 2. Weltkrieges einen Militärstützpunkt eröffnete. Der damals erbaute Flughafen ist heute der wichtigste im ganzen Land.  Hier beginnt für viele Reisende das Abenteuer Grönland. Um auf dem Seeweg hierher zu gelangen, müssen wir den Fjord hinauffahren (auf etwa halber Strecke überqueren wir den Polarkreis) und vor der Küste ankern.  Die Stadt beherbergt ein Museum, in dem die moderne Nachkriegsgeschichte behandelt wird. Mitten durch die Stadt strömt ein Fluss, dessen Quelle der Russel-Gletscher ist. Dieser wiederum hat seinen Ursprung am Grönländischen Eisschild. Den Eisschild erreicht man über eine 25 km lange Schotterstraße. Die Fahrt hierher lohnt sich, denn den Anblick wird man nie wieder vergessen. Im Tal leben viele verschiedene Wildtiere wie Moschusochsen, Karibus und Jagdfalken. Unweit des Flughafens gibt es ein kleines Geschäft, in dem Kleidungsstücke aus der unglaublich weichen und leichten Wolle von Moschusochsen verkauft werden. Bei der Gewinnung werden die Tiere nicht verletzt. Im nahegelegenen Kellyville betreiben die USA und Dänemark zusammen eine ionosphärische Forschungsstation.