Nes, Vega, Norwegen

Vegaøyan oder der Vega-Archipel liegt südlich des Polarkreises in der norwegischen Provinz Nordland. Die Kette, die mehr als 6.500 Inseln, Inselchen, Riffe und Felsen umfasst, ist die Heimat von etwa 1.200 abgehärteten Menschen, von denen die meisten auf der Hauptinsel Vega leben. Trotz der eher unwirtlichen Landschaft ist Vegaøyan seit der Steinzeit besiedelt. In den letzten 1.500 Jahren haben sich Generationen von Bauern und Fischern in einem einfachen, nachhaltigen Lebensstil eingerichtet, in dessen Mittelpunkt die Ernte von Eiderdaunen steht. Die örtlichen Bauern – und insbesondere die Frauen – kümmern sich um die wilden Eiderenten, indem sie Nester aus getrocknetem Seegras bauen und gemütliche „Häuser“ aus Treibholz und Steinen errichten. Die warmen, weichen Daunen der Enten machen etwa ein Drittel des Einkommens der Inselbewohner aus. Die UNESCO hat den Vega-Archipel zum Weltkulturerbe erklärt, um die einzigartige Art und Weise zu würdigen, in der diese Menschen in der Natur leben und mit ihr interagieren.