Puerto Natales, Chile

Puerto Natales ist ein Mekka für Reisende, die die Anden erkunden möchten. Die von sanften Hügeln und Pampa geprägte Landschaft eignet sich für die Zucht von Rindern und Schafen und Freizeitaktivitäten wie Reiten, Mountainbiken und Wandern. In den ruhigen Buchten leben Chileflamingos, die aus der Luft von Adlern und Andenkondoren beobachtet werden. Rund 112 km (70 Meilen) nördlich von Puerto Natales erheben sich die drei schmalen Granittürme des bekannten Paine-Massivs über die Pampa. Der Nationalpark Torres del Paine wurde 1978 zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärt und ist der Lebensraum hunderter Vogel- und Säugetierarten. Außerdem befindet sich hier das drittgrößte Eisfeld der Welt. Die am stärksten vertretene Säugetierspezies sind die lieblichen Guanakos, die Llamas ähneln. Außerdem bewohnen Füchse, Pumas und die vom Aussterben bedrohten Südandenhirsche, die in der Landessprache als huemul bezeichnet werden, den Park. Er ist die Brutstätte von 15 Raubvogelarten, darunter der Andenkondor, und von Nandus, straußenähnlichen Vögeln mit langen Stelzen. In der Nähe von Puerto Natales liegt der Naturpark Cueva del Milodón mit seinem weltweit bekannten Höhlensystem. Die Haupthalle wurde von Urzeitmenschen bewohnt und ist aufgrund der mumifizierten Überreste des ausgestorbenen Riesenfaultiers (Mylodon) bekannt geworden.