Qilakitsoq, Grönland

Grönland. Die Stadt Uummannaq liegt am Fuß des gleichnamigen pyramidenförmigen Bergs, gegenüber von Qilakitsoq auf der anderen Seite des Fjords. 1972 entdeckten hier einige Jäger unter einem Überhang eine von Steinen zugedeckte Begräbnisstätte. Sie bewegten einige der Steine und legten so menschliche Überreste frei. Anfangs gingen sie davon aus, dass diese Personen vor nicht allzu langer Zeit beerdigt wurden. Es vergingen fünf Jahre nach der Meldung des Funds an die Polizei, bevor ein Archäologenteam anreiste und bestätigte, dass es sich um die Überreste von Mitgliedern des Thule-Volks handelte, die vor mehr als 500 Jahren vergraben wurden. Die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und die niedrige Luftfeuchtigkeit hatten die natürliche Mumifizierung begünstigt. Insgesamt entdeckten die Archäologen acht Körper in je unterschiedlichem Zustand, die Frauen und Kindern gehörten. Außerdem fanden Sie im Grab 78 Kleidungsstücke aus Robben- und Rentierfell sowie aus Federn und anderen Materialien. Die Mumien werden zurzeit in Grönlands Nationalmuseum in Nuuk ausgestellt. Ihr Fund hat wertvolle Informationen über das Thule-Volk gebracht, die Grönland vor den Inuit bewohnten. In unmittelbarer Umgebung der Fundstätte gibt es auch architektonische Überreste – nicht nur vom Thule-Volk, sondern auch von der weitaus älteren Dorset-Kultur. Zu Ihrem Expeditionsteam gehört auch ein Archäologe, der mehr darüber berichten kann.