Bar Harbor, Maine, US

So wie sich der Bundesstaat Maine vom Rest von Neuengland abhebt, so unterscheidet sich Desert Island wiederum vom restlichen Maine. Als der französische Entdecker Samuel de Champlain 1604 zum ersten Mal hier Anker warf, war er von den unbewachsenen emporragenden Gipfeln so beeindruckt, dass er diesen Ort „Insel der kahlen Berge“ nannte – „Isle des Monts Deserts“. Einheimische nennen es den Ort, wo die Berge auf das Meer treffen. Die rosafarbenen Granitberge weichen auf der einen Seite den unberührten Süßwasserseen und auf der anderen Seite dem mächtigen Atlantik. Die größte Stadt von Mount Desert, Bar Harbor, fristete ihr Dasein jahrzehntelang als kleiner, durch lokalen Tourismus und Landwirtschaft geprägter Ort. Um die Jahrhundertwende dann erwarb sich Bar Harbour einen Ruf als Spielplatz für die Reichen. Im Jahr 1916 schlossen sich einige Einwohner mit Sinn für Erhaltung der Natur zusammen, erwarben 190 Quadratkilometer Land und spendeten es der Regierung als Acadia-Nationalpark, den einzigen Nationalpark in New England.