Easter Island, Chile

Der südöstlichste Punkt im Polynesischen Dreieck, die kleine Osterinsel im Südpazifik, ist einer der abgelegensten Orte der Erde. Noch merkwürdiger ist, dass er zu Chile gehört, das 5.955 Kilometer über dem Osthorizont liegt. Tatsächlich gehört ein großer Teil der Insel zu Chiles Nationalpark Rapa Nui, der das bildhauerische Erbe der einheimischen Rapa Nui bewahrt. Deren Vorfahren hauten die riesigen menschlichen Darstellungen namens Moai aus Stein, die der Insel ihren Ruf verleihen und ihr den Status eines UNESCO-Weltkulturerbes einbrachten. Diese stilisierten Skulpturen stehen an den Hängen der Insel und blicken unerbittlich auf das Meer hinaus, oft auf Steinplattformen namens Ahu. Sie wurden offenbar zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert aus noch umstrittenen Gründen erstellt. Aber die rätselhaften Bildnisse, die beeindruckende Vulkanlandschaft, das Volk der Rapa Nui selbst und die schiere Abgeschiedenheit der Insel ziehen Besucher aus allen Teilen der Welt an dieses Fleckchen im größten Ozean der Welt.