Hrisey, Island

Hrísey, die wegen ihrer ruhigen Schönheit als „Perle des Eyjafjörður“ bekannt ist, ist eine verträumte kleine Insel im Eyjafjörður-Fjord im Norden Islands. Sie wurde im 10. Jahrhundert als Siedlung gegründet und wird sowohl im mittelalterlichen Landnámabók als auch in der Víga-Glúms-Legende erwähnt. Der Fischfang war hier schon immer der wichtigste Wirtschaftszweig, und eine Heringsfabrik gab dem Ort im 19. Jahrhundert Leben. Hrísey war auch ein Treffpunkt für Haifischjäger. Das Haus Shark-Jorundur, das Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut wurde, zeigt eine Ausstellung über die Jagdpraxis in Island. Heute leben etwa 200 Menschen auf der Insel, die mit mehr als 40 Vogelarten ein Paradies für Vogelbeobachter ist. Hier befindet sich eine der größten Brutkolonien von Küstenseeschwalben in Europa.