Kavála (Neapolis), Griechenland

Kavala ist ein wichtiger Seehafen für die Region Mazedonien in Nordgriechenland und fasziniert Besucher mit seiner mehr als 2.500 Jahre zurückreichenden Geschichte. Die beneidenswerte Lage des Hafens entlang der Via Egnatia, einer alten Handelsroute, die Europa und Asien miteinander verbindet, wurde in der Antike als Neapolis bekannt und machte ihn zu einer kulturellen Schnittstelle für Ost und West. Von Kaválas mittelalterlicher Festung und der Halil Bey Moschee bis hin zu seinem beeindruckenden Aquädukt aus dem 16. Jahrhundert, der die Altstadt vom Rest der Stadt trennt, sind zahllose byzantinische und osmanische Einflüsse sichtbar. Das 1817 erbaute Imaret diente mehr als 100 Jahre lang als islamisches Seminar. Heute ist der einzigartige Komplex ein Luxushotel. Kavala war Mitte des 19. Jahrhunderts ein Knotenpunkt für die Tabakindustrie. Das interaktive Tabakmuseum bietet einen ausgezeichneten Einblick in dieses „Mekka des Tabaks“, während der Kapnergatis-Platz und die Kyprou-Straße von großen neoklassizistischen Gebäuden und Villen ehemaliger Tabakhändler gesäumt sind. Im Norden liegt die UNESCO-Weltkulturerbestätte Philippi, eine der wichtigsten griechisch-römischen Städte der Welt und ein Zentrum des Christentums, nachdem Apostel Paulus die Stadt im Jahr 49 n. Chr. besucht hatte.