Kaiser-Franz-Joseph-Fjord, Grönland

Der Kaiser-Franz-Joseph-Fjord ist eines der längsten Fjordsysteme Grönlands. Er bahnt sich seinen Weg aus der Grönlandsee bis zur Fosterbucht an der Ostküste. Auf beiden Seiten ist er vom Nordost-Grönland-Nationalpark umgeben. Seine zwei größten Nebenarme sind der breite Nordfjord im Norden und der kleinere Geogfjord im Süden. Der Nordfjord endet vor der Wand des großen Waltershausen-Gletschers, dem längsten Gletscher auf dem grönländischen Eisschild. In entgegengesetzter Richtung am Ende der Ymer-Insel befindet sich die Teufelsburg, ein drohend aufragender Berg aus rötlichem Gestein mit einem helleren Streifen, der sich diagonal über die Gebirgswand zieht. Im Fjordsystem sind alle in Grönland heimischen Tiere vertreten: vier Robbenarten, Walrosse, Belugas und Narwale im Wasser, Karibus, Moschusochsen, Eisbären, Polarfüchse und -hasen sowie andere kleine Säugetiere an Land. Auch in der Luft können unterschiedliche Vogelarten beobachtet werden, von in dieser Region brütenden Seevogelpopulationen über Jagdfalken bis hin zu Gänsen, Eiderenten und Hochgebirgsvögeln wie das Alpenschneehuhn, die Schnee-Eule und der Kolkrabe. Bekannt ist der Fjord für die außergewöhnlich hohen, steilen Berge an seinen Ufern.