Luderitz, Namibia

1883 kaufte der deutsche Geschäftsmann Adolf Lüderitz ein Grundstück mit einer kleinen Bucht zu Spekulationszwecken. Die so genannte Skelettküste hatte in vielerlei Hinsicht ein begrenztes Potenzial, da sie zum großen Teil aus dem Flugsand der Namibwüste bestand. Dann bemerkte 1906 ein örtlicher Eisenbahner einen seltsam funkelnden Stein neben den Gleisen. Er erwies sich als ein Diamant, und es wurde klar, dass viele von ihnen buchstäblich auf der Oberfläche des Sandes lagen. Im Jahre 1909 war der Diamantenrausch in vollem Gange, und eine blühende, deutsch geprägte Stadt namens Kolmanskop wuchs aus der Wüste, um die Edelsteinsucher zu beherbergen. Als die leichte Beute zu Ende war, gingen die Einwohner einfach weg, und das Wüstenklima konservierte die Stadt, während sie langsam vom Flugsand verschlungen wurde. Heute ist es ein stimmungsvoller und eindringlicher Ort, den man besuchen kann. Die Bucht beherbergt auch heute noch eine Fülle von Wildtieren, darunter Robben, Wale und Flamingos. Auch andere Bestrebungen haben begonnen, z. B. die Zucht von leckeren Austern im sauberen, kalten Meerwasser.