Narsaq, Grönland

Bei der Einfahrt in die Bucht von Narsaq im Tunulliarfik-Fjord werden wir von vielen Eisbergen willkommen geheißen. Auf den Hängen an Land stehen farbenfrohe Häuser, die von einem Granitfelsen überschattet werden. Die Lage der Stadt an einem herrlichen tiefen Hafen war von entscheidender Bedeutung für diese nordische Siedlung aus dem Mittelalter. Außerhalb der Stadtgrenze liegt die Ruine von Landnåm, einer der frühesten nordischen Siedlungen von ungefähr 1000 n. Chr. Die nahegelegene nordische Kirche von Dyrnaes wurde 1932 entdeckt. Unweit von hier befindet sich Brattahlíð, die Siedlung von Erik der Rote. Im Jahre 1830 wurde dann diese Stadt erbaut, die als Handelsposten für Qaqortoq diente. Bis ins 20. Jahrhundert war die Robbenjagd das wichtigste wirtschaftliche Standbein. In darauffolgenden Jahren gewann das Fischereigewerbe an Bedeutung hinzu, und heutzutage werden in dieser Gegend auch Schafe gezüchtet – eher eine Ausnahme in Grönland. Die fotogene rot-weiße Kirche wurde 1927 von einem örtlichen Schreiner errichtet, doch auch die weißen Kreuze auf dem Friedhof, die sorgfältig in geraden Linien gesetzt wurden, werden oft fotografiert. Im Narsaq Museum können sich Besucher nordische Reliquien ansehen und mehr über die Ortsgeschichte sowie zur Herstellung von Kajaks erfahren. Die Bucht von Erik im Fjordsystem ist einer der besten Plätze in Grönland zum Beobachten von Eisbergen.