Spitzbergenerlebnis

Die Inseln von Spitzbergen erheben sich auf halber Strecke zwischen dem norwegischen Nordkap und dem Nordpol dramatisch aus dem Arktischen Ozean. Sie geben deutliche Hinweise auf den langsamen, aber unaufhörlichen Fleiß der Natur: Sie wurden von Gletschern, die immer noch 60 Prozent ihrer Masse bedecken, geritzt und gewellt. Steinerne Gipfel ragen wie Wachposten über tief eingeschnittenen Fjorden und funkelnden Buchten in die Höhe. Im Sommer bricht die spärliche Vegetation der Tundra unter der unendlichen Ermutigung der Mitternachtssonne aus. Zugvögel reisen in Millionenstärke aus südlicheren Gefilden an, nisten und brüten und ziehen ihre Jungen auf Steilküsten, Kiesstränden und Tundrawiesen auf. Rentiere mit verschnörkeltem Geweih grasen auf den Hängen. Die Polarfüchse und räuberischen Möwen liegen in der Nähe der Brutstätten auf der Lauer und warten den richtigen Augenblick ab. Auch Robben und Walrosse kommen zu dieser Jahreszeit an Land, um sich zu paaren. Die Eisbären hingegen laufen an der felsigen Küste auf und ab und bewachen scheinbar das Treibeis. Und vor der Küste vergnügen sich die Wale, die sich im Sommer über ausreichend Nahrung freuen.  Hier und da halten sich gebleichte Zeugnisse vergangener menschlicher Unternehmungen: Fischgräten und verwitterte Trantöpfe von mittelalterlichen Walfangstationen, die windgeschliffenen Hölzer des Startplatzes einer Expedition, eine Hütte, in der jemand vor langer Zeit einen dunklen Winter verbrachte. Bei der Fahrt in Zodiacs und beim Paddeln in Kajaks, beim Beobachten von den Decks aus und beim Wandern auf den Inseln werden Sie diesen einsamen, unberührten und atemberaubend schönen Ort erleben und erkunden, während er in den endlosen Tagen seines kurzen, üppigen Sommers schwelgt.