Seabourn Ventures-Team

Antarktis und Patagonien

Treffen Sie die Mitglieder Ihres Antarktis-Expeditionsteams

IGNACIO „IGGY“ ROJAS

Ignacio Rojas

Expeditionsleiter

In den letzten zwanzig Jahren arbeitete Ignacio Rojas fast ausschließlich in der Expeditionsreisebranche und brachte Reisenden, die ihr Wissen über die Antarktis, den Amazonas und andere wilde und exotische Reiseziele unseres Planeten erweitern möchten, die Natur näher.

Seine Reisen begannen in früher Kindheit mit Ausflügen jeden Sommer zu dem einfachen Zweck, Verwandte in der Atacama-Wüste in Chile zu besuchen. Diese Reisen wurden zu beliebten Ereignissen und erweiterten sich zu Reisen in den brasilianischen Amazonas, wo Ignacio Roja sich später in Manaus, im Herzen des Amazonas, in den Master-Studiengang zum Thema „Tropische Umweltforschung“ einschrieb. Der Amazonas war in den 1990er-Jahren ein Knotenpunkt für Expeditionsschiffe, und so arbeitete er hier auf seinem ersten Expeditionsschiff. Nachdem er seine Berufung gefunden hatte, unternahm er so viele Reisen wie möglich von Südostasien zur Antarktis und von Südamerika nach Ozeanien und zurück.

Seit Beginn seiner Expeditionskreuzfahrten verbrachte Ignacio Rojas mindestens zwanzig ununterbrochene Jahreszeiten in der Antarktis, einschließlich der Halbinsel, des Rossmeeres und der subantarktischen Inseln im Südatlantik sowie in Australien und Neuseeland.

Er besitzt einen Bootsführerschein, erworben in den rauen Gewässern und zerklüfteten Stränden im Südosten Südafrikas. Er genießt es, in kleinen Booten an jedem Reiseziel auf der ganzen Welt zu sein. Bevorzugt bereist er aber die Meere der Antarktis, wo er sich darauf freut, sein Fachwissen und seine Kenntnisse über die Naturgeschichte des weißen Kontinents mit anderen Reisenden zu teilen.


CHRIS SRIGLEY

Chris Srigley

Expeditionsleiter

In den vergangenen neun Jahren verbrachte Chris Srigley jedes Jahr bis zu neun Monate auf Expeditionsschiffen – immer die ganze Saison in der Antarktis und der Arktis. Als Assistant Expedition Leader, allgemeiner Naturforscher und Zodiac-Fahrer bringt er seine umfangreichen Erfahrungen über einige der abgelegensten Gebiete der Welt ein, und hier besonders über extreme Umgebungen.

In der arktischen Region dient Chris Srigley neben seinen regulären Aufgaben im Expeditionsteam als Eisbärwächter und verbringt einen Großteil seiner Zeit damit, Gäste an Land zu bringen und dann ein wachsames Auge auf sie zu haben, während sie die Wunder von Spitzbergen, Grönland und Kanada genießen.

Zwischen den Fahrten in die Polarregionen ist Chris Srigley auf Expeditionskreuzfahrten in Mittelamerika, Lateinamerika und Nordeuropa zu finden.

Sein Interesse an Naturgeschichte wurde in seiner Kindheit auf der familieneigenen Farm und in der abgelegenen Hütte der Familie am östlichen Ufer der Georgian Bay in Ontario, Kanada, geprägt. Manchmal verschwand er tage- oder sogar wochenlang und erforschte die Wildnis um ihn herum.

Chris Srigley betrachtet sich selbst als Allrounder in allen Aspekten der Regionen, die er bereist. Er hat etliche interessante Geschichten und atemberaubende Fotos gesammelt und veröffentlicht viele dieser Erlebnisse auf seiner Website www.ChrisSrigley.com. Seine Fotos wurden auch in Galerien ausgestellt und für Auktionen gespendet.

Wenn Sie einmal mit Chris Srigley unterwegs sind, erkennen Sie, dass er auf den Reisen zu den faszinierenden Orten und unglaublichen Abenteuern seine Leidenschaft und sein Wissen unbedingt teilen möchte.


ADAM JENKINS

Adam Jenkins

Assistant Expedition Leader

Adam Jenkins segelte schon als kleiner Junge vor dem Strand von Port Townsend, Washington (USA). Mit 18 Jahren erwarb er seine Master Mariners Lizenz und begann schon bald danach, als Jachtkapitän an Bord der Puget Sound Charterjachten zu arbeiten.

Mit 21 unternahm Adam Jenkins mit seiner über 8 Meter großen Schaluppe Saint Brendan ganz allein eine Fahrt an der Pazifikküste entlang. Auf dieser Fahrt durchfuhr er den Panamakanal, umrundete das Karibische Meer und erkundete die Ostküste der USA von Florida bis Maine. Während dieser vierjährigen Kreuzfahrt arbeitete Adam Jenkins als professioneller Charterkapitän und Fährmann und war an Bord der unterschiedlichsten Schiffe in der Antarktis, Alaska, der Karibik und an beiden Küsten Nord- und Südamerikas zu finden.

Durch diese Abenteuer entwickelte Adam Jenkins seine Leidenschaft für das Leiten von Expeditionen und die Arbeit mit Abenteuerreisenden und Wissenschaftlern. Mit 32 von ihm geführte Expeditionen in die Arktis mit dem US Antarctic Program und dem NOAA Antarctic Program blickt er auf eine umfangreiche Erfahrung zurück.  Adam Jenkins liebt es, mit kleinen Booten in die Natur hinauszufahren. Zu seinen Hobbys gehören Schreiben für Segelmagazine, Kochen und Basketballspielen. Adam Jenkins’ wichtigstes Ziel auf jeder Kreuzfahrt ist es, dafür zu sorgen, dass Sie ein echtes Abenteuer erleben.


NICKI D’SOUZA

Nicki D'Souza

Assistant Expedition Leader

Nicki D’Souza ist im wunderschönen Bayern aufgewachsen. Nachdem sie einen Universitätsabschluss in Sprachen als Übersetzerin und Dolmetscherin erworben hatte, reiste sie durch die ganze Welt.

Ihre Karriere auf dem Meer begann 1997 als Assistant Expedition Leader auf der MS World Discoverer, einem Expeditionsschiff, und entdeckte dabei ihre Liebe zur See.

Sie wechselte zu Luxuskreuzfahrten, wo sie mit ihrer jahrelangen Erfahrung und Leidenschaft fürs Reisen den Gästen bei Landausflügen zur Seite stand. Schnell nahm sie in diesem Bereich eine leitende Position ein und organisierte und überwachte Landausflüge auf der ganzen Welt, auch mit zahlreichen Erstanläufen.

Seit 2008 arbeitet sie sowohl für Expeditions- als auch für klassische Kreuzfahrtschiffe und hat es bis zur Expeditionsleiterin auf Reisen entlang der Westküste Afrikas, Südamerika, Europa und Asien gebracht.

Nicki ist jetzt in Deutschland und Indien zu Hause und nimmt sich in ihren Ferien wenig Zeit zum Ausruhen – dann ist sie in Asien auf Trekking- und Reittouren unterwegs.


TREVOR POTTS

Trevor Potts

Dozent

Trevor Potts ist ein pensionierter britischer Lehrer und verbrachte den größten Teil seines Lebens damit, Kindern Outdoor-Fähigkeiten beizubringen. Während der Saison 1993/94 stellten Trevor Potts und drei Kollegen erfolgreich Shackletons eindrucksvolle Rettungsmission im Jahre 1916 von Elephant Island nach Südgeorgien nach. Dies geschah in einem Nachbau von Shackletons 7,5 m langem Boot, der James Caird. Im Jahr 2001 stellte er mit einem anderen Team Shackleton’s Gebirgsüberquerung von der King Haakon Bay nach Stromness nach. Über diese legendäre und schwierige Unternehmung, und über den „Boss“ selbst, wird er berichten. Er wird aber auch über andere historische Persönlichkeiten und Expeditionen im heroischen Zeitalter der Entdeckung der Antarktis sprechen. Trevor Potts konnte über 14 Saisons lang Erfahrung in der Arbeit auf Expeditionsschiffen in der Antarktis sammeln.

Bevor Trevor Potts seine Faszination für die Entdeckung der Antarktis erkannte, hatte er bereits umfassende Erfahrung beim Segeln und Kajakfahren in entlegenen Teilen der Welt gesammelt. Bei seinen Segeltörns segelte er mit einem 7,5-Meter-Boot alleine zu den Kanaren und Azoren. Zu seinen Kajakfahrten zählt auch eine Durchquerung der Beringstraße von Alaska nach Russland und Kajakfahrten in der norwegischen und kanadischen Arktis.


DR. SEAN TODD

Sean Todd

Dozent

Sean Todd ist Leiter von Allied Whale – einer Meeresforschungseinrichtung am College of the Atlantic (Bar Harbor, Maine), die lokale Wal- und Robbenarten untersucht und Teil des U.S. Northeast Region Marine Mammal Stranding Network ist. Zusätzlich zu seinen Forschungsaufgaben hält er den Steven K. Katona Lehrstuhl für Meereswissenschaften am College und unterrichtet Kurse in Biologie, sensorischer Ökologie, Ozeanographie, quantitativer Wissenschaft, Statistik und Kurse über Meeressäuger. Er ist auch stellvertretender Dekan für Nachdiplomstudiengänge an der Hochschule. Seinen B.Sc. erlangte er in den Fächern Meeresbiologie und Ozeanographie am University College of North Wales (Bangor, Vereinigtes Königreich) und seinen M.Sc. (1991) und Ph.D. (1997) in Biopsychologie (Tierverhalten) an der Memorial University of Newfoundland (St. John’s, Neufundland, Kanada).

Sean Todd erforscht Meeressäuger seit fast 30 Jahren. Er interessiert sich hauptsächlich für Buckel- und Finnwale und Atlantische Nordkaper. Während des Sommers in der nördlichen Hemisphäre ist er Teil eines Forscherteams an einem abgelegenen Ort (Mount Desert Rock), 40 Kilometer vor der Küste im Golf von Maine. Von hier aus forscht er in enger Zusammenarbeit mit der Bar Harbor Whale Watch Company über Wale, hauptsächlich in den Bereichen Fotoidentifizierung, Biopsie und Nahrungsökologie. Durch seine Arbeit in der Ökotourismus-Branche in der Antarktis hat Sean einen wichtigen Beitrag zum Katalog von Buckelwalen in der Antarktis von Allied Whales und ist an dessen Verwaltung beteiligt. Wenn er an Land ist, leitet er das Strandungsprogramm für Meeressäuger „Marine Mammal Stranding Response Program“. Sean Todd besitzt ein von der US-Küstenwache zertifiziertes Masters-Ticket sowie den Motorbootschein seiner Royal Yatching Association (Level 2).

Ein Großteil von Sean Todds Wissen liegt im Bereich der Mensch-Meeressäuger-Interaktionen. Er verbrachte zehn Jahre in Neufundland als Teil des Whale Disentanglement Teams, einer Gruppe, die Großwale aus Fanggeräten befreit. In Maine ist er auf staatlicher, bundesstaatlicher und nationaler Ebene in Fragen der Vermeidung solcher Vorkommnisse, insbesondere der nördlichen Glattwale, als Berater tätig. Außerdem gehörte er zu einem kanadischen Team, das bei der Verwendung von akustischen Geräten zur Reduzierung solcher Vorkommnisse Pionierarbeit leistete. Dank Sean Todds Ausbildung in Bioakustik kann er unterschiedliche Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Umwelt prüfen. Dazu zählen die Auswirkungen der Industrie auf örtliche Walpopulationen. Erst vor Kurzem untersuchte er mit bioakustischen Mitteln das Problem der Kollisionen von Walen mit Schiffen und führte bioakustische Zählungen zur Verbreitung von Meeressäugern durch.

Im Laufe seiner Karriere war Sean als professioneller Führer und Naturforscher für eine Vielzahl von Ökotourismus-Unternehmen tätig und arbeitete in einer Vielzahl von polaren und subpolaren Umgebungen, darunter zehn Saisons lang in der Antarktis und zehn Jahre in der kanadischen Subarktis.


PROFESSOR DAVID WALTON, PH.D.

David Walton

Dozent

Aufgewachsen im Norden Englands, interessierte sich Professor Walton schon früh für Blumen, und so war es eine ganz natürliche Entwicklung für ihn, nach der Schule seinen Abschluss in Botanik an der Universität von Edinburgh zu machen. Nach vier Jahren sehr angenehmen Studentenlebens wollte er außerhalb Großbritanniens arbeiten und bewarb sich 1967 im Rahmen des International Biological Programme um einen Posten bei der British Antarctic Survey (BAS) in Südgeorgien.

Seine frühe Arbeit in Südgeorgien über die Pflanzenproduktivität wurde um eine Teilzeit-Doktorstelle an der Universität von Birmingham erweitert. Seine Interessen wendeten sich bald breiteren ökologischen Themen zu. Er begann mit Messungen lokaler Mikroklimata und der Untersuchung ihrer Beziehung zu Wachstum und Fortpflanzung. Außerdem lernte er, wie man elektronische Geräte im Süden installiert und wartet. Mit anderen verbrachte er viele Sommer mit der Kartierung der Vegetation in ganz Südgeorgien und konnte der argentinischen Invasion der Insel nur 10 Tage vorher im Jahr 1982 entgehen. Danach zog David weiter in den Süden zur Signy Island der südlichen Orkneyinseln. Hier arbeitete er an Mustern der Pflanzenkolonisierung und Feldmessungen der Photosynthese. Anschließend zog es ihn weiter nach Rothera auf Adelaide Island in der Marguerite Bay. 1986 wurde er Wissenschaftsmanager und leitete eine neue Abteilung der BAS für Boden- und Süßwasserwissenschaften sowie für die medizinische Forschung. 1999 gründete er eine weitere neue Abteilung, die sich um die Bereiche Umwelt, Daten- und Informationsquellen, Kartierung, Öffentlichkeitsarbeit und Bildung kümmert. Zudem gründete und leitete er das BAS Artists and Writers Program. 2001 ernannte ihn die Liverpool University zum Gastprofessor. Seine wissenschaftlichen Interessen hatten sich in den späten 1980er-Jahren beträchtlich erweitert und dehnten sich nun auch auf den Schutz der Antarktis und die wissenschaftliche Beratung für neue Gesetze und Vorschriften aus. Vierzehn Jahre lang bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2006 vertrat er das Scientific Committee on Antarctic Research (SCAR) bei den Treffen für den Antarktisvertrag. 1989 gründete er eine neue internationale Zeitschrift – Antarctic Science –, die er noch immer herausgibt. Mittlerweile führt er eine Wohltätigkeitsorganisation, die junge Antarktis-Wissenschaftler auf der ganzen Welt finanziell unterstützt.

Seit 2006 schreibt Professor Walton an einer Geschichte von SCAR. Er hat ein neues Buch über die Antarktis-Wissenschaft herausgegeben, viele Rezensionen und Leitartikel geschrieben und war in den vergangenen drei Jahren Chefredakteur der Antarctic Treaty Meeting Reports. Gemeinsam mit Kollegen arbeitet er derzeit an einem Buch über Politik und Wissenschaft in der Antarktis sowie einer Geschichte der Entwicklung der britischen Antarktispolitik. Er ist Autor von mehr als 110 begutachteten wissenschaftlichen Artikeln, über 250 weiteren Artikeln, Berichten und Rezensionen sowie Autor oder Herausgeber von sieben Büchern. 1984 bekam er von Queen Elizabeth die Polarmedaille verliehen und wurde 2006 mit der ersten SCAR-Medaille für internationale wissenschaftliche Koordination ausgezeichnet. In seiner Freizeit betreibt er mit seiner Frau ein Polarbuchfachgeschäft, das Bücher verkauft und veröffentlicht.


KIRSTIE YAEGER

Kirstie Yaeger

Dozent

Kirstie Yaeger wuchs mit Streifzügen durch die Wildnis und Spielen in den Flüssen im Westen Pennsylvanias auf. Im Alter von 18 Jahren zog sie nach Hawaii und begann eine mehr als 20 Jahre währende Karriere in der Erforschung von Naturressourcen und Wildtieren. Während sie die Hawaiianischen Inseln erkundete, erwarb sie einen BA in Biologie an der Universität von Hawaii in Manoa. Außerdem absolvierte Kirstie Yaeger während ihrer Bachelor-Karriere ein Auslandsstudium in Nepal, wo sie die Auswirkungen des Tourismus auf die Umwelt und die Sherpa-Kultur in der Mount-Everest-Region untersuchte. Sie erwarb zudem einen Master in Ökologie an der Colorado State University, wo sie eine nicht-invasive Sampling-Methode für Berglöwen entwickelt.

Während ihrer gesamten Karriere begab sich Kirstie Yaeger an einige der schönsten und abgelegensten Orte der Erde und wurde zu immer neuer Leidenschaft für ihre Arbeit inspiriert. Sie arbeitete mit gefährdeten Fischen im oberen Flusssystem des Colorado River im Südwesten, Huftieren und Berglöwen in Colorado, Grizzlybären in Montana, Stellerschen Seelöwen in Alaska, hawaiianischen Mönchsrobben auf den nordwestlichen Inseln Hawaiis und mehreren antarktischen Arten bei McMurdo und Palmer Stations.

Vor Kurzem arbeitete Kirstie Yaeger als Wissenschaftlerin am US-Antarktisprogramm und war an zwei Langzeitprojekten beteiligt, einer Studie zu Weddellrobben im Rossmeer und einem Beobachtungsprojekt für Seevögel im Palmer-Becken. Beide Projekte laufen noch weiter, und die Seevogel-Studie wird auch als ökologisches Langzeitforschungsprojekt der National Science Foundation (NSF) weitergeführt. Viele andere Forscher sind ebenfalls Teil des LTER und führen regelmäßige Feldforschungen in der gesamten Antarktis durch. Kirstie Yaeger wird die Forschungsarbeiten von einigen dieser LTER-Forscher unterstützen, während sie an Bord der Seabourn Quest ist.

Neben ihrer großen Liebe für die Tiere, mit denen sie arbeitet, bereist sie gerne fremde Länder auf der Suche nach einem urigen Straßencafé, das eine gute Tasse Espresso serviert.


PAUL LAZARSKI

Paul Lazarski

Naturforscher/Zodiac-Fahrer

Seit er denken kann, ist Paul Lazarski ein sehr naturverbundener Mensch. Er arbeitete und forschte an einigen der landschaftlich schönsten Orten der Welt, an beiden Polen, in Mittel- und Südamerika, in der Karibik, Nordeuropa, Sibirien und im Südpazifik. In den letzten 30 Jahren arbeitete Paul Lazarski als Wilderness und Wildlife Guide, Outdoor-Pädagoge, Historiker, Naturforscher und Erste-Hilfe-Lehrer für die Wildnis.

Einen Großteil seiner beruflichen Laufbahn verbrachte er auf Schiffen. So arbeitete er als Reiseleiter für den National Geographic Explorer in Grönland, auf der MV Maple Leaf an den Küsten Alaskas und auf der MV Ocean Light auf den Queen Charlotte Islands (Haida Gwaii). Darüber hinaus war er Mitglied des Teams der MV World Expedition als Seekajakführer nach Kamtschatka, Neuguinea, Grönland und an die Antarktis und durchquerte 2012 die Nordwestpassage von Alaska über Grönland nach Neufundland.

Er ist ein versierter Bergsteiger und Hinterland-Skifahrer und hat einen Großteil des kanadischen Küstengebirges von Britisch-Kolumbien erkundet. Seine persönliche Leidenschaft ist das Wildwasser-Kanufahren, und sein Forscherdrang hat ihn durch weite Teile der kanadischen Wildnis geführt, darunter Yukon, Nordwest-Territorien, Nunavut, Ontario, Québec und die kanadischen Rockies.

Er hegt eine leidenschaftliche Liebe zur Tierwelt und arbeitet derzeit als Reiseleiter für Grizzlybär-Beobachtungstouren sowohl an der Küste als auch im Landesinneren von Britisch-Kolumbien. Vor Kurzem verbrachte er den Herbst auf der Grizzly Bear Ranch, einer exklusiven, versteckten Bärenbeobachtungshütte in Britisch-Kolumbien, wo er als Reiseleiter für River Rafting und als Bär-Naturforscher tätig war. Seine Liebe zu Eisbären führte ihn auch zu zahlreichen Orten in der Hohen Arktis.

Paul Lazarskis einzigartige Erlebnisse in der Wildnis haben in ihm den tief sitzenden Drang nach stetigem Lernen ausgelöst. Seine Ausbildungsprogramme sind bekannt für Innovation und Kreativität, und er hat sich einen guten Namen als Lehrer und passionierter Naturführer gemacht. Neben seiner Fotografie war Paul Lazarski auch lange Zeit Lehrer für „lebendige Geschichte“ und kanadisches Kulturerbe. Er arbeitete für zahlreiche Schulbezirke in Britisch-Kolumbien als Fachlehrer zum Thema Pelzhandel sowie den „ersten Kontakt“ und die historischen Beziehungen zu den indigenen Völkern in Kanada.

Paul Lazarski lebt in der kleinen Stadt Campbell River an der Ostküste von Vancouver Island. Seine Freizeit verbringt er oft mit Wandern, traditionellem Langbogenschießen, Lesen, dem Spielen der irischen Tin Whistle, dem Schnitzen hölzerner Kanupaddel, Kajaksurfen, Wildwasser-Kanufahren und Mountainbiken.


CLAUDIO SCHULZE

Claudio Schulze

Naturforscher/Zodiac-Fahrer

Claudio Schulzes Leben auf Kreuzfahrtschiffen begann im Dezember 1988 an Bord der Royal Viking Sky, gefolgt von der Royal Viking Queen, wo er die Chance bekam, Mitglied des Teams einer 72-tägigen Südamerika-Umrundung mit Jean Michael Cousteau zu werden. Dabei wurde Claudio Schulze mit dem Abenteuervirus infiziert, als er den Golf von Kalifornien und die chilenischen Fjorde erforschte, am Kap Hoorn anlegte und sich in die kleinen Seitenarme des Amazonas vorwagte. Das war eine großartige Erfahrung. Im Jahr 1997 wechselte Claudio Schulze als Cruise Sales Specialist zu Seabourn Cruise Line. Zu dem Zeitpunkt war er bereits vier Mal um die Welt gereist und begann diese nun mit Seabourn weiter zu entdecken. Im Jahr 2000 stellte er sich auf einem Schiff namens The World einer weiteren Herausforderung. Mit diesem Schiff unternahm er seine erste Antarktis-Reise. Nach einigen Jahren, in denen er verschiedene Ecken der Welt erforschte, kehrte er als Destination Service Manager zu Seabourn zurück. Als erster Destination Manager für Seabourn in der Antarktis verliebte er sich erneut in den weißen Kontinent und war jedes Mal an Bord der Quest, wenn sie in die Antarktis reiste. Claudio Schulze ist jetzt dem Expeditionsteam beigetreten, um die Antarktis auf einer anderen Ebene zu erleben.


LISA BALDWIN

Lisa Baldwin

Dozent

Lisa Baldwin liebt den Ozean sehr und möchte diese Liebe gerne anderen näherbringen. Sie wuchs in Südkalifornien und Hawaii auf, was es ihr leicht machte, ihrer Leidenschaft nachzukommen und sie mit anderen zu teilen. Sie nimmt an Wettbewerben im Ozeanschwimmen teil, ist Freitaucherin, Naturforscherin und passionierte Reisende, und es gibt nichts, was ihr mehr Spaß macht, als anderen die Natur näherzubringen. 

Ihren Bachelor in Meeresbiologie erwarb Lisa Baldwin an der Universität von Hawaii in Manoa. Sie verbrachte viel Zeit auf See, um Meeressäugerforschung mit NOAA zu betreiben, und arbeitete für das Scripps Institute of Oceanography und das Meeressäugerprogramm der US Navy. Nach einer 5-jährigen Pause vom Meer gab Lisa Baldwin ihre Arbeit in der Onkologieforschung auf und schloss ihre Praxis für Homöopathie. Sie lagerte all ihre Besitztümer ein und begann ihre Reise, um die für ihre Kapitänslizenz erforderliche Zeit auf dem Meer zu verbringen und gleichzeitig wieder in dem Bereich zu arbeiten, den sie so sehr liebte und vermisst hatte. In den letzten zwei Jahre arbeitete sie in Südost-Alaska, Neuseeland und Hawaii als Naturführerin, Wander- und Kajakführerin und Leiterin für das Schwimmen mit Delfinen.

Dank ihrer umfangreichen Arbeit als Feldbiologin und ihrem großen Interesse für Gesundheitsforschung und -bildung besitzt Lisa Baldwin die einzigartige Fähigkeit, auf allen Ebenen offen und freundlich auf Gäste zuzugehen und Beziehungen zu ihnen aufzubauen. Sie ist bekannt für ihre informativen Vorträge und stolz darauf, ihren Gästen unvergessliche Ausflüge zu bescheren. Sie ist charismatisch, eine angenehme Gesprächspartnerin und zeichnet sich durch hohe Zufriedenheitsbewertungen durch unsere Gäste aus.  Lisa Baldwin pflegt zu sagen: „Es geht darum, anderen zu zeigen, wie sie eine Verbindung mit der natürlichen Umwelt aufbauen können.“ Und in den Worten des Naturschützers Baba Dioum: „Letztlich werden wir nur das schützen, was wir lieben, wir werden nur das lieben, was wir verstehen, und wir werden nur verstehen, was man uns gelehrt hat.“


ROBERT EGELSTAFF

Robert Egelstaff

Dozent

Robert Egelstaff ist Leiter des Beratungsdienstes für Outdoor-Aktivitäten in Pembrokeshire, Wales, und verbrachte den Großteil seines Erwachsenenlebens beruflich in der Natur in Großbritannien, Europa und über diese Grenzen hinweg. Den größten Teil seines Berufslebens war er im Freien tätig, in Großbritannien, Europa und darüber hinaus, in den meisten Marktsektoren und auf höchster Ebene.

Abenteuerliche Expeditionen in abgelegene Teile der Welt waren ein wichtiger Bestandteil in Roberts Leben: Er kletterte in vielen Teilen der Welt, darunter die Alpen, Polarregionen und der Himalaya, führte die erste Überquerung der Beringstraße von Alaska nach Sibirien mit dem Seekajak an, umfuhr als Erster die gesamte Küste von Wales mit dem Kanu, wiederholte Shackleton’s berühmte Bootsfahrt in die Antarktis und führte die erste Kanufahrt durch den Wilberforce Canyon auf dem Hood River hinab in die Arktis an.

Robert Egelstaff hat seine Erfahrungen in Fotos, Gedichten und Gemälden festgehalten, Artikel für Magazine und Fachzeitschriften geschrieben und viele öffentliche Vorträge gehalten.


BRANDON PAYNE

Brandon Payne

Naturforscher/Kajakführer

Schon in jungen Jahren hatte Brandon Payne eine intensive Leidenschaft für Abenteuer und die Umwelt. Da er in Kapstadt lebte und damit praktisch vom Meer umgeben war, äußerte sich diese Leidenschaft hauptsächlich in Aktivitäten auf dem Meer wie Segeln, Kajakfahren, Kitesurfen und Angeln. Nach vielen Jahren als Freizeit-Skipper begann Brandon Payne, diese Tätigkeit geschäftlich auszuüben, und arbeitete für ein Tauchunternehmen sowie für Big-Wave-Surfer und Fotografen in Kapstadt. Er ist ein von SAMSA und RYA zertifizierter Jachtkapitän sowie ein zertifizierter Seekajakführer der APA (African Paddling Association).

Seine Leidenschaft für die Natur veranlasste ihn dazu, Umwelt- und geographischen Wissenschaften an der Universität Kapstadt und an der Universität Stellenbosch zu studieren, wo er sich auf Umweltmanagement, Ökotourismus und Katastrophenrisikomanagement konzentrierte. Er verbindet seine Studien und Leidenschaften mit dem Reisen und hofft, bei anderen die gleiche Wertschätzung wecken zu können, die er unserer Natur entgegenbringt.


DR. SASKIA COULSON

Saskia Coulson

Fotograf/Videofilmer

Dr. Saskia Coulson ist eine preisgekrönte Fotografin, Filmemacherin und Forscherin. Sie nutzt ihren reichen Erfahrungsschatz, um komplexe globale Probleme mithilfe visueller Kommunikation und dem Erzählen von Geschichten zu untersuchen.

Die Fotografie war schon immer ein wichtiger Teil ihres Lebens. Ihre Eltern lernten sich während ihrer Arbeit als Fotografen für National Geographic kennen. Schon von klein auf nahmen sie Saskia Coulson mit auf Reisen, wenn ihre Aufträge sie in die entlegensten Winkel der Erde führten. Diese frühe Begegnung mit der Fotografie und dem Reisen weckte in ihr eine Begeisterung für die stille und bewegte Bildgestaltung, die sie während ihres Studiums der künstlerischen Fotografie an der Glasgow School of Art weiterentwickelte.

Saskia Coulson arbeitet als freie Fotografin für Getty Images. Ihre Fotografien wurden bereits in der New York Times, bei BBC-Produktionen und in Galerien in New York, Kopenhagen und Glasgow gezeigt.

Vor Kurzem schloss sie ihre Arbeit als promovierte Forschungsassistentin an dem europaweiten Projekt „Making Sense“ ab, das darauf abzielte, Methoden zu finden, mit denen Bürger zugängliche Technologien nutzen können, um Daten zu drängenden Umweltproblemen zu erfassen. In dieser Rolle unterstützte sie Gemeinden bei der Entwicklung von Maßnahmen zur allgemeinen Sensibilisierung und Veränderung. Sie nutzte ihre Fähigkeiten als Fotografin und Filmemacherin, um Ideen in Bezug auf ökologische Herausforderungen zu verbreiten und Erfolgsgeschichten zu erzählen, um Menschen Kraft zu geben und sie zu motivieren, selbst etwas zu bewirken.

Saskia Coulson ist fasziniert von Umwelt, Technologie und Kultur und freut sich immer wieder über Gespräche darüber, wie die großen Wunder und komplexen Herausforderungen der Welt mit Hilfe von Fotografie und Video verbreitet werden können.


COLIN TENNANT

Colin Tennant

Fotograf/Videofilmer

Colin Tennant ist ein preisgekrönter Dokumentarfilmer und Kunstfotograf, Filmemacher und Videofilmer und lebt in Schottland. Während seiner beruflichen Laufbahn reiste er sehr viel und übernahm Aufträge auf der ganzen Welt an Orten wie Papua-Neuguinea, Italien, Vanuatu und Kenia.

Seine Arbeit wurde von einer Reihe nationaler und internationaler Medien veröffentlicht, darunter BBC, The Guardian und The Independent. Er arbeitet als freier Fotograf für Getty Images. Seine Arbeiten wurden bereits in großem Umfang in ganz Großbritannien ausgestellt und verkauften sich international für private und öffentliche Sammlungen.

Wenn Colin Tennant nicht beruflich unterwegs ist, übernimmt er oft große Projekte für Nichtregierungsorganisationen. Vor Kurzem schloss er ein Projekt ab, das die kommerzielle Meeresfrüchte-Industrie in Südschottland dokumentiert. Diese Arbeit wurde für das alle zwei Jahre stattfindende „Environmental Arts Festival Scotland“ ausgewählt, wo er eine Einzelausstellung erhielt und anschließend in mehreren Galerien in ganz Großbritannien ausgestellt wurde.

Colin Tennants Arbeit konzentriert sich auf Gemeinschaften und verschiedene Kulturen sowie Identitätsbegriffe – sowohl kollektiv als auch individuell – und darauf, wie diese Themen mit unserer Umwelt in Verbindung stehen. 


JENNIFER FOUGHT

Jennifer Fought

Dozent

Jennifer Fought wurde in Nordwest-Florida geboren und wuchs an den dortigen Stränden auf. Den größten Teil ihrer Kindheit verbrachte sie mit Wassersport und anderen Aktivitäten auf einem Boot. Im Alter von neun Jahren erhielt sie ihr Florida Safe Boating Zertifikat, das sie berechtigt, ein Wasserfahrzeug zu fahren, und seither ist das Wasser ihr Zuhause. Seit ihrer Kindheit hat Jennifer eine tiefe Verbundenheit zur Natur und entwickelte bereits als Schülerin der ersten Klasse ein Recycling-Programm für ihre Grundschule. In jüngeren Jahren verbrachte sie ihre Freizeit mit Camping, Kanufahren und Reiten. 

Jennifer studierte an der Florida State University und erwarb dort zwei Abschlüsse – einen Bachelor of Science in Geologie und einen Master of Science in Strukturgeologie. Sie studierte auch an der University of West Florida, wo sie einen Bachelor of Arts in Public Relations und Marketing erwarb. Während ihres Master-Studiums an der Florida State University arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Leiters der Abteilung für Geowissenschaft, Ozeanologie und Atmosphärenforschung. Außerdem war sie als Assistentin bei Campingausflügen mit Übernachtung für Studenten tätig. Ihre geologische Forschung führte sie vom Sangre-de-Cristo-Gebirge in New Mexico bis zu den alten Teranen der Appalachen und den Gletschern Grönlands. Ihre Forschung konzentrierte sich zunächst auf die geotektonische Geschichte der südlichen Appalachen, aber nach einer Forschungsexpedition in Grönland war ihre Leidenschaft für die Polarregionen entfacht. Das Projekt in Grönland war eine geochemische Analyse des Schmelzwassers aus der Eisdecke, doch vor allem das Erlebnis, in einer unberührten, so extremen Umgebung zu arbeiten, war unersetzlich. Neben ihrer Arbeit in Grönland nahm sie auf ehrenamtlicher Basis als Exkursionsleiterin bei Campingausflügen zum grönländischen Eisschild teil.

Neben der Geologie ist Jennifer Fought eine begeisterte Wanderin, Mountainbikerin, Crossfit-Sportlerin und fährt Paddleboard. Es liegt Jennifer Fought sehr am Herzen, noch mehr darüber zu erfahren und ein besseres Verständnis davon zu erlangen, wie die Prozesse unseres Planeten ablaufen, und die Naturwunder der Erde zu erleben. Sie freut sich riesig, dass sie nun ihre erste Reise in die Antarktis antreten kann.


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